Geschichte

1948
Idee zur Gründung einer Genossenschaft Verkaufseinrichtung, um die Genfer Gemüsewirtschaft zu stabilisieren und zu organisieren
1949
Bau der ersten technologischen Gewächshäuser aus Glas

Die Mehrheit der Gemüseproduzentinnen und -produzenten des Kantons tritt der Genossenschaft bei. Diese verfolgt das Hauptziel, die Gemüseproduktion des Kantons zu vermarkten.
Das Ziel wird mit äusserst geringen Mitteln erreicht und sogar übertroffen – dank mutiger und ausdauernder Pioniere, deren alleiniges Bestreben die Zukunftssicherung der Genfer Gemüseproduktion ist.
Zunächst entsteht der Markt von Plainpalais, einige Zeit später der Markt an der Jonction.

 

 

1950
Erste Studien im Hinblick auf die Schaffung eines Grossmarktes infolge der neuen Bedürfnisse durch das Bevölkerungswachstum in der Stadt Genf
1960
Die Union Maraîchère de Genève bezieht Räumlichkeiten im Grossmarkt.

In den 1960er-Jahren werden die ersten geheizten Gewächshäuser mit CO2-Zufuhr gebaut. Dank des gedeckten Anbaus verfügt die Genossenschaft über viel grössere Gemüsemengen, insbesondere von Gurken. Später kommen noch Tomaten, Auberginen und Peperoni dazu.

1965
Die Union Maraîchère de Genève bezieht Räumlichkeiten im Grossmarkt.

Die Union Maraîchère de Genève beteiligt sich an der Firma SIGMA SA, mit dem Ziel, in Carouge einen Grossmarkt für Lebensmittel zu errichten.

Auf einem Grundstück von 6 Hektar wird der umfangreiche Marktkomplex gebaut. In einem ersten Schritt entstehen drei Gebäude für die Abteilungen Gemüse und Früchte, wovon eines unserer Genossenschaft zugeteilt wird.

1968
Die UMG hat ihren festen Sitz auf dem Gelände des Grossmarktes für Lebensmittel in La Praille.

Das Grundstück wird vollständig ausgehoben und die Bauten auf einer Fläche von 1000 m2 als Baurecht errichtet. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf eine Million Franken.
Das neue Gebäude ermöglicht die Lagerung und den Umschlag der Ware auf Last- und Eisenbahnwagen. Auf beiden Seiten befinden sich Laderampen.
Später kann im Erdgeschoss auch die Spedition, die Sortierung und die Verpackung der Ware erfolgen. Im selben Gebäude befinden sich zudem zwei Kühlräume und eine Verwaltungseinheit mit sechs Büros.

Die Gestaltung und Ausstattung des Gebäudes ist funktional, modern und ergonomisch.

Der Markt von La Praille stellt einen wichtigen Meilenstein in der Vertriebsentwicklung der Genfer Gemüseproduktion dar. Er leistet wertvolle Dienste für die gesamte Genfer Wirtschaft und erleichtert die Geschäftsbeziehungen zwischen Händlern und Produzenten enorm.


 

1970
Die Revolution der Tunnels

Bau der ersten Folientunnels

In den 1960er-Jahren werden die ersten Folientunnels gebaut. Sie schützen die Kulturen, aber kosten weniger als die technologischen Gewächshäuser.

1985
Das Aufkommen des Hors-Sol-Anbaus

Beginn des Substratanbaus

In den 1980er-Jahren verbreitet sich der Hors-Sol-Anbau in der Schweiz vom Westen her.
Die Kulturen wachsen in Substratsäcken, die auf den Boden gestellt werden. Dank dieser Technik, für welche ein Computer notwendig ist, kann die von der Kundschaft geforderte Qualität und Einheitlichkeit erzielt werden.

1985
Die gedeckten Kulturen werden zerstört

Starker Schneefall im Februar 1985 legt den Kanton lahm. Das Unwetter verursacht grosse Schäden im Gemüsebau. 88% der Betriebe – 43 von 49 – sind betroffen, und über 67% der Anbaufläche wird zerstört.

1986
Die UMG entwickelt ihre Originalmarke in den Genfer Farben: UMG légumes fins de Genève (UMG légumes fins de Genève).

Ab diesem Jahr wird neben dem Genossenschaftslabel auch das Label des Amtes für die Werbung der Genfer Landwirtschaftsprodukte OPAGE (Office de propagande des produits agricoles genevois) aufgedruckt, das den Genfer Jet d’eau und den Text produits à Genève (produits à Genève) umfasst.

1988
Die Genossenschaft führt die elektronische Datenverarbeitung ein.

Durch die Schaffung eines Intranets können sich die Produzentinnen und Produzenten untereinander und mit der UMG besser vernetzen.

1994
Die Genossenschaft vergrössert ihr Gebäude

Die Fläche des Gebäudes der Genossenschaft wird verdoppelt.

Die neuen Flächen sind notwendig für die Annahme, Kontrolle und Sortierung des Gemüses. Die Genossenschaft verfüg nun über Entladungsrampen, die an die Grösse der Lieferfahrzeuge angepasst sind. Klimatisierung und Schliessung des Gebäudes erfolgen in den folgenden Jahren.

Trotz der Weiterentwicklung in La Praille sucht die Genossenschaft seit über 10 Jahren ein Grundstück, um sich in der Landwirtschaftszone in Perly niederzulassen (wo sich heute das Gebäude der UMG befindet).

2000
Schaffung der eigenen Produzentenmarke Côté Jardin

Dieses Label bekräftigt und garantiert die Qualität, die Regionalität und die Saisonalität unserer Produkte.

2004
Beitritt zum Label Genève Région – Terre Avenir (GRTA).

Dieses Label wird für Produkte aus Genfer Landwirtschaftsproduktion verliehen, bei denen alle Verarbeitungsschritte in der Region Genf erfolgen. Zudem müssen strenge soziale und ökologische Vorgaben eingehalten werden, ohne jedoch die langfristige Wirtschaftlichkeit zu gefährden.

2008
Eröffnung des ersten Ladens für Früchte und Gemüse zweiter Klasse zu reduzierten Preisen in Carouge

Mit diesem Laden soll der Bevölkerung Gemüse zu vorteilhaften Preisen angeboten und gleichzeitig der Lebensmittelverschwendung entgegengewirkt werden. Zudem erschliesst sich daraus eine zusätzliche Einkommensquelle für die Produzentinnen und Produzenten, denn so können sie Produkte verkaufen, die sie früher wegwerfen mussten. Der Laden arbeitet gleich von Anfang an mit gemeinnützigen Organisationen zusammen, um die Solidarität in der Region Genf zu unterstützen.

2014
Erweiterung der UMG mit dem Bau des neuen Lager- und Vertriebsgebäudes in Perly

Nach 30 Jahren ihres Bestehens zieht die UMG in die Landwirtschaftszone von Plan-les-Ouates / Perly um.
Es hat lange gedauert: Die Agrarpolitik, der Verlauf der Autobahn, die Beschlüsse des Genfer Grossen Rats und die Weiterentwicklung des Raumplanungsgesetzes – vieles musste geregelt werden.
Der neue Sitz befindet sich näher an den Mitgliedsbetrieben und widerspiegelt das Engagement der UMG zugunsten der nachhaltigen Entwicklung.

2015
Der neue Hauptsitz der UMG wird für seinen direkten Beitrag zur Lebensqualität des Kantons mit dem Wirtschaftspreis der Genfer Handels-, Industrie- und Dienstleistungskammer (Chambre de commerce, d’industrie et des services de Genève, CCIG) ausgezeichnet.
01.2018
Xavier Patry übernimmt die Leitung der UMG.

Er folgt auf Jacques Blondin, der 32 Jahre lang in einer führenden Position in der UMG tätig war, 28 davon als ihr Direktor.

05.2018
Lancierung des Foodtrucks

Die UMG beschliesst, ihr Engagement noch weiter zu vertiefen und setzt auf zahlreiche nachhaltige, solidarische und innovative Projekte und Initiativen in allen ihren Tätigkeitsbereichen: Schaffung eines Sortiments an verarbeiteten Erzeugnissen, hergestellt aus unverkauften Restwaren der lokalen Landwirtschaft, Verzicht auf Kunststoff und Einsatz ökologischer Verpackungsmaterialien, Analyse des Lebenszyklus der UMG durch die Firma Sofies, um eine Standortbestimmung zu ermöglichen und die wichtigsten Verbesserungspunkte zu ermitteln.

2020
Beitritt der UMG zur Vereinigung Demain la Terre

Ziel dieses Beitritts ist es, die gesamte Genossenschaft zu einem kontinuierlichen Ansatz zugunsten der nachhaltigen Entwicklung zu verpflichten.

2024
75. Geburtstag der Genossenschaft